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Knappschafts-Klinik macht sich mit Millioneninvestition fit für die Zukunft

Thorsten Stolz trifft sich mit Geschäftsführer Günter Kassner, Chefarzt Dr. Jean Chalkias und Bürgermeister Lothar Büttner in Reha-Einrichtung mit Schwerpunkt Orthopädie, die seit 50 Jahren besteht – Umbau bringt Haus auf den neuesten Stand und beginnt im Mai 2017

Die Knappschafts-Klinik in Bad Soden-Salmünster investiert in den nächsten beiden Jahren einen Millionenbetrag, um die Reha-Einrichtung mit aktuell 150 Betten fit für die Zukunft zu machen. „Am Ende stehen moderne Patienten-Wohnbereiche und ein zeitgemäßer Pflegestützpunkt, in dem unser medizinisches Team eng verzahnt zusammenarbeitet. Wir bringen die Klinik auf den neuesten Stand“, kündigte Geschäftsführer Günter Kassner dieser Tage beim Besuch von Thorsten Stolz an. Der SPD-Landratskandidat besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Büttner die Klinik und zeigte sich beeindruckt von dem Haus, das die Knappschaft-Bahn-See seit 50 Jahren mit dem Schwerpunkt Orthopädie und Innere Medizinin der Spessart-Kurstadt betreibt. An dem Gespräch nahm auch Chefarzt Dr. Jean Chalkias teil.

Derzeit verfügt die Knappschafts-Klinik in Bad Soden-Salmünster über 150 Betten. Von den 84,5 Vollzeitstellen zählen 43 zum medizinischen Bereich, darunter acht Mediziner, elf Krankenschwestern und 18 Physiotherapeuten. „Im Zuge des anstehenden Umbaus wird sich die Bettenzahl auf 161 erhöhen“, kündigte der Geschäftsführer bei dem intensiven Gedankenaustausch mit Thorsten Stolz an, der sich um die Infrastruktur im Bergwinkel, die Entwicklung des Kurstandortes und seine Zukunftsperspektiven drehte. Dr. Jean Chalkias und Günter Kassner berichteten von den zunehmenden Schwierigkeiten, Fachmediziner dazu zu bewegen, im ländlichen Bereich eine Stelle anzutreten. „Fachkräfte lockt man heute nicht mehr mit Geld, da spielt die Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Heute ist es wichtig, dass sich in der Nähe ein gut erreichbares und adäquates Schul- und Ausbildungsangebot für den Nachwuchs befindet“, berichtete der Klinikgeschäftsführer.

Thorsten Stolz nahm diese Feststellung von Günter Kassner auf und berichtete von konkreten Maßnahmen, wie der Main-Kinzig-Kreis mit ihm als Landrat gezielt für den Wohnstandort Main-Kinzig werben, die Infrastruktur weiter stärken und den Zuzug in den ländlichen Raum finanziell fördern wolle. „Ein Schwerpunkt der Kreisentwicklung soll künftig auf dem intensiven Werben für den Wohnstandort liegen, besonders auch im ländlichen Raum, denn durch das Halten von jungen Menschen in der Region und durch Zuzug können wir dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken“, umriss der Landratskandidat den Hintergrund des „Förderprogramms Ländlicher Raum“, das der Kreis unter seiner Führung ab 2018 auflegen wird. Mit dem Programm unterstützt der Landkreis solche Vorhaben finanziell, bei denen Privatleute oder die Kommunen selbst leerstehende Immobilien und brachliegende innerörtliche Flächen reaktivieren. „Ich möchte Engagement in Ortskernen fördern, nicht im Neubaugebiet. Dabei machen wir keinen Unterschied, ob sich Privatleute oder Kommunen einer Bestandsimmobilie annehmen möchten“, erläuterte Thorsten Stolz. Im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen soll eine zentrale Bauberatung eingerichtet werden, die allen Interessenten zur Seite steht, die sich für eine aus dem kreiseigenen Fördertopf bezuschusste Immobilien – oder Grundstücksübernahme im ländlichen Raum interessieren. „Ich bin überzeugt davon, dass das Förderprogramm junge Menschen in der Region hält, den Zuzug fördert und auch dem Fachkräftemangel aktiv entgegen wirkt“, betonte der Landratskandidat. Und weil zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort auch eine gute Verkehrsinfrastruktur gehört, werde er sich vehement für die dringend benötigte Nordmainische S-Bahn, den zügigen Beginn des A3-Ausbaus zwischen Offenbach und Hanau sowie das vierte Gleis bis Gelnhausen einsetzen. „Davon profitieren auch die vielen Pendler im Bergwinkel“, so Thorsten Stolz.

Dass der Main-Kinzig-Kreis mit Investitionen einiges erreichen kann, betonte Günter Kassner mit Blick auf den Breitbandausbau. „Das war der absolute Hammer“, lobte er die Initiative des amtierenden Landrates Erich Pipa, den ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen. Thorsten Stolz kündigte an, dass er in den nächsten Jahren noch vorhandene Lücken im Breitband schließen und die Kapazitäten erweitern werde. Der Landratskandidat betonte: „Manche Ortsteile von Bad Soden-Salmünster wären von der Telekom niemals in den nächsten Jahren ans schnelle Internet angeschlossen worden. Der Breitbandausbau zeigt eindrucksvoll, was unser Landkreis alles für die Infrastruktur in seinen Kommunen leisten kann“.

Großes Lob zollte der Klinikgeschäftsführer auch der Kurstadtspitze um Bürgermeister Lothar Büttner, die in den vergangenen Jahren mutig und aktiv gehandelt habe, um der Krise zu begegnen. „Manchmal muss man investieren, um später sparen zu können“, sagte er mit Blick auf die vielen Maßnahmen im Gesundheitsbereich, die Bad Soden-Salmünser nachhaltig gestärkt haben. „Die Stadt hat sich verdammt gut entwickelt“, stimmte Thorsten Stolz zu und begrüßte die Investitionen der Knappschafts-Klinik am Standort. „Die Reha-Kliniken in den Kurstädten unseres Kreises sind ein genauso großer Arbeitsgeber und Wirtschaftsfaktor wie unsere kreiseigenen Main-Kinzig-Kliniken mit ihren rund 2.100 Mitarbeiterin an den Standorten Gelnhausen und Schlüchtern“, konstatierte der Landratskandidat abschließend.