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Thorsten Stolz will auf Kreisebene Präventionsrat nach Hanauer Vorbild installieren

SPD-Landratskandidat: Effektive Prävention nicht nur als rein staatliche Aufgabe begreifen, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der sich Verbände, Institutionen und weitere Interessengruppen gemeinsam stellen müssen – Forderung nach deutlich mehr Polizei im öffentlichen Raum bekräftigt

Als einen Baustein für mehr Innere Sicherheit will Thorsten Stolz auf Kreisebene einen Präventionsrat nach Hanauer Vorbild installieren. Das kündigt der SPD-Landratskandidat nach Gesprächen mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel an, deren Ergebnisse ihn in seiner Auffassung bestätigt haben: „Der Präventionsrat funktioniert in Hanau hervorragend und leistet wertvolle Arbeit. Dieses Modell eines Präventionsrates sollten wir deshalb auch kreisweit als einen Beitrag für mehr Innere Sicherheit einführen“. Damit, so Thorsten Stolz, setze er auch eine Empfehlung des Polizeipräsidenten Roland Ullmann um.

Dem Präventionsrat der Stadt Hanau gehören neben der Rathaus- und Verwaltungsspitze hochrangige Vertreter von Polizei, Landgericht und Schulverwaltung an. Facharbeitskreise befassen sich regelmäßig mit kommunalen Sicherheitskonzepten zu Themen wie „Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr“, „Jugend und Gewalt“, „Gegen Gewalt an Frauen“ und „Stadtstruktur und Tatgelegenheit“. Geschäftsführung und Koordination obliegen der Stabstelle Prävention in der Stadtverwaltung der Grimm-Stadt. Ziel ist es, örtliche Hilfsangebote, Maßnahmen und Projekte im Rahmen einer lokalen Gesamtstrategie zusammenzuführen, um möglichst frühzeitig mögliche Ursachen für Kriminalität zu erkennen und zu bannen. Die Verbindung von vielen gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Organisationen soll dabei nicht nur zu neuen Denkansätzen führen, sondern auch ehrenamtliches Engagement in die Diskussion über kommunale Sicherheit mit einbeziehen.

„Hier geht es darum, eine effektive Prävention nicht nur als rein staatliche Aufgabe zu begreifen, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der sich Verbände, Institutionen und weitere Interessengruppen gemeinsam stellen müssen“, skizziert Thorsten Stolz die Aufgabe des Beirates. Ein Netzwerk für Familien, das unter anderem einen verbesserten Kinderschutz forciert und die Integrationsarbeit in Hanau mit ausgebildeten „Stadtteilmüttern“ unterstützt, ein Wegweiser zu 16 Orten in der Innenstadt, an denen Babys und Kleinkinder in Ruhe gewickelt, gestillt und gefüttert werden können, sowie die Sicherstellung medizinischer Soforthilfe nach einer Vergewaltigung zählen unter anderem zu den konkreten Projekten unter dem Dach des Hanauer Präventionsrats. „Ich sehe den Main-Kinzig-Kreis auch deshalb in der Pflicht, seine Präventionsmaßnahmen noch stärker zu bündeln, weil er als Schulträger für einen Bereich zuständig ist, in dem die Präventionsarbeit besonders wichtig und wertvoll ist, nämlich in unseren Schulen“, betont der Landratskandidat.

Auch wenn der Präventionsrat ein Baustein im Bereich der Inneren Sicherheit sei, so Thorsten Stolz weiter, werde er sich weiterhin vehement für seine Grundforderung pro mehr Prävention und Sicherheit engagieren: Die deutliche personelle Aufstockung der Polizeistationen und Polizeiposten im gesamten Main-Kinzig-Kreis. Der SPD-Landratskandidat befasst sich seit Monaten mit der schlechten personellen Ausstattung der heimischen Polizei und setzt sich unter anderem gemeinsam mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für eine deutliche Verbesserung der Situation ein. Mit Blick auf die vom Land Hessen angekündigte Einstellungsoffensive, laut der landesweit bis zum Jahr 2020 rund 1.150 zusätzliche Polizisten ihren Dienst antreten sollen, fordern sie, dass der Main-Kinzig-Kreis von dieser personellen Aufstockung deutlich profitieren muss. Für Thorsten Stolz steht fest: „Polizei, die sichtbar im öffentlichen Raum unterwegs und für den Bürger greifbar ist, ist noch immer die beste Prävention und stärkt das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger.