Thorsten Stolz will auf Kreisebene Präventionsrat nach Hanauer Vorbild installieren

SPD-Landratskandidat: Effektive Prävention nicht nur als rein staatliche Aufgabe begreifen, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der sich Verbände, Institutionen und weitere Interessengruppen gemeinsam stellen müssen – Forderung nach deutlich mehr Polizei im öffentlichen Raum bekräftigt

Als einen Baustein für mehr Innere Sicherheit will Thorsten Stolz auf Kreisebene einen Präventionsrat nach Hanauer Vorbild installieren. Das kündigt der SPD-Landratskandidat nach Gesprächen mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel an, deren Ergebnisse ihn in seiner Auffassung bestätigt haben: „Der Präventionsrat funktioniert in Hanau hervorragend und leistet wertvolle Arbeit. Dieses Modell eines Präventionsrates sollten wir deshalb auch kreisweit als einen Beitrag für mehr Innere Sicherheit einführen“. Damit, so Thorsten Stolz, setze er auch eine Empfehlung des Polizeipräsidenten Roland Ullmann um.

Dem Präventionsrat der Stadt Hanau gehören neben der Rathaus- und Verwaltungsspitze hochrangige Vertreter von Polizei, Landgericht und Schulverwaltung an. Facharbeitskreise befassen sich regelmäßig mit kommunalen Sicherheitskonzepten zu Themen wie „Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr“, „Jugend und Gewalt“, „Gegen Gewalt an Frauen“ und „Stadtstruktur und Tatgelegenheit“. Geschäftsführung und Koordination obliegen der Stabstelle Prävention in der Stadtverwaltung der Grimm-Stadt. Ziel ist es, örtliche Hilfsangebote, Maßnahmen und Projekte im Rahmen einer lokalen Gesamtstrategie zusammenzuführen, um möglichst frühzeitig mögliche Ursachen für Kriminalität zu erkennen und zu bannen. Die Verbindung von vielen gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Organisationen soll dabei nicht nur zu neuen Denkansätzen führen, sondern auch ehrenamtliches Engagement in die Diskussion über kommunale Sicherheit mit einbeziehen.

„Hier geht es darum, eine effektive Prävention nicht nur als rein staatliche Aufgabe zu begreifen, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der sich Verbände, Institutionen und weitere Interessengruppen gemeinsam stellen müssen“, skizziert Thorsten Stolz die Aufgabe des Beirates. Ein Netzwerk für Familien, das unter anderem einen verbesserten Kinderschutz forciert und die Integrationsarbeit in Hanau mit ausgebildeten „Stadtteilmüttern“ unterstützt, ein Wegweiser zu 16 Orten in der Innenstadt, an denen Babys und Kleinkinder in Ruhe gewickelt, gestillt und gefüttert werden können, sowie die Sicherstellung medizinischer Soforthilfe nach einer Vergewaltigung zählen unter anderem zu den konkreten Projekten unter dem Dach des Hanauer Präventionsrats. „Ich sehe den Main-Kinzig-Kreis auch deshalb in der Pflicht, seine Präventionsmaßnahmen noch stärker zu bündeln, weil er als Schulträger für einen Bereich zuständig ist, in dem die Präventionsarbeit besonders wichtig und wertvoll ist, nämlich in unseren Schulen“, betont der Landratskandidat.

Auch wenn der Präventionsrat ein Baustein im Bereich der Inneren Sicherheit sei, so Thorsten Stolz weiter, werde er sich weiterhin vehement für seine Grundforderung pro mehr Prävention und Sicherheit engagieren: Die deutliche personelle Aufstockung der Polizeistationen und Polizeiposten im gesamten Main-Kinzig-Kreis. Der SPD-Landratskandidat befasst sich seit Monaten mit der schlechten personellen Ausstattung der heimischen Polizei und setzt sich unter anderem gemeinsam mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für eine deutliche Verbesserung der Situation ein. Mit Blick auf die vom Land Hessen angekündigte Einstellungsoffensive, laut der landesweit bis zum Jahr 2020 rund 1.150 zusätzliche Polizisten ihren Dienst antreten sollen, fordern sie, dass der Main-Kinzig-Kreis von dieser personellen Aufstockung deutlich profitieren muss. Für Thorsten Stolz steht fest: „Polizei, die sichtbar im öffentlichen Raum unterwegs und für den Bürger greifbar ist, ist noch immer die beste Prävention und stärkt das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger.

Johanniter starten Pilotprojekt zur Flüchtlingsbetreuung in Main-Kinzig-Kommunen

Nach guten Erfahrungen als Dienstleister vor Ort für den Betreiber RP Gießen der Erstaufnahmeeinrichtung Hanau wird Hilfsorganisation auch vor Ort in einigen Städten und Gemeinden Teile der Flüchtlingsarbeit übernehmen – SPD-Landratskandidat Thorsten Stolz besucht Geschäftsstelle in der Brüder-Grimm-Stadt

Weil die ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung besonders in kleineren Kommunen an ihre Grenzen stößt, engagiert sich die Johanniter-Unfall-Hilfe Hanau/Main-Kinzig künftig auch vor Ort in einigen Gemeinden des Landkreises in der Integrationsarbeit, nachdem die Rettungsorganisation als Dienstleister vor Ort der Erstaufnahmeeinrichtung in Hanau-Wolfgang durchweg positive Erfahrungen gesammelt hat. „Ein erstes Pilotprojekt mit einer Kommune im Main-Kinzig-Kreis startet in wenigen Wochen“, kündigte Regionalvorstand Sven Holzschuh dieser Tage im Gespräch mit Thorsten Stolz an. Anlass: Der SPD-Landratskandidat besuchte die Geschäftsstelle der heimischen Johanniter in Hanau und informierte sich über den Regionalverband mit seinen rund 140 hauptamtlichen sowie 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Johanniter-Unfallhilfe Hanau/Main-Kinzig zeichnet für den Rettungsdienst in Nidderau und Hammersbach verantwortlich, wo sie jeweils eine Rettungswache unterhält. Hintergrund: Die Sicherstellung des öffentlichen Rettungsdienstes obliegt den kreisfreien Städten und Landkreisen. Sie beauftragen Dritte, die diese wichtige
Aufgabe wahrnehmen. Außerdem betreuen die heimischen Johanniter im gesamten Kreis rund 500 Hausnotruf-Anschlüsse, bilden Ersthelfer in Beruf und Freizeit aus, unterhalten einen Fahrdienst für Menschen mit Behinderung, bieten Essen auf Rädern an und leisten Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen.

„Zu einem bedeutenden Bereich hat sich die Flüchtlingsarbeit entwickelt, seitdem wir im Oktober 2015 die Betreung der Erstaufnahmeeinrichtung in Hanau übernommen haben“, berichtete Sven Holzschuh von der größten Herausforderung des Verbandes in seiner 60-jährigen Geschichte. Als eine von 19 hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen können die Johanniter in Hanau in einer ehemaligen US-Liegenschaft bis zu 1.700 Flüchtlinge unterbringen und versorgen. Derzeit sind es rund 300 Menschen, die die Organisation medizinisch, sozial und organisatorisch betreut. „Wir leisten dort vielfältige Integrationsarbeit, bieten beispielsweise Deutschkurse und Kreativangebote wie Schneider- und Malkurse an“, umriss Sven Holzschuh das umfangreiche Angebot in der Erstaufnahme, zu dem auch eine Kleiderkammer, Sport- und Musikprojekte sowie pädagogische Jugendarbeit zählen. Stolz sind die Johanniter auf ihr tägliches Schulprogramm, bei dem der Deutschunterricht an erster Stelle steht. „Integration funktioniert nur mit Sprache“, betonte Sven Holzschuh. Auf dem Stundenplan stehen aber auch Mathematik und IT. Weil die Flüchtlinge bis zu sechs Monate in der Erstaufnahmeeinrichtung verbringen, trägt das schulische Angebot auch zu einer sinnvollen Tagesstruktur bei und stärkt den Zusammenhalt, ist der Regionalvorstand überzeugt: „Bei uns in der Einrichtung gab es bislang noch keinen einzigen negativen Vorfall“. Weil sich diese gute Arbeit herumgesprochen hat, kam nun eine Kommune auf die Johanniter zu und fragte an, ob die Hilfsorganisation dort Teile der örtlichen Flüchtlingshilfe übernehme könne.

Thorsten Stolz zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Die Integration der rund 8.000 Flüchtlinge, die in den vergangenen zwei Jahren den Main-Kinzig-Kreis erreicht haben, wird uns noch mindestens fünf Jahre intensiv begleiten“, erinnerte er daran, dass viele Flüchtlinge erst einmal Deutsch lernen und schulische Weiterbildungen durchlaufen müssten, bevor sie eine Ausbildung antreten könnten, um dann erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Dieser Herausforderung müssten sich Politik, Gesellschaft und alle in der Flüchtlingshilfe engagierten Verbände und Organisationen gleichermaßen stellen: „Denn wenn uns die Integration nicht gelingt, drohen uns Parallelgesellschaften. Und die dürfen wir auf keinen Fall zulassen“. Deshalb begrüßte es der Landratskandidat ausdrücklich, dass die Johanniter nach ihren guten Erfahrungen in Hanau nun auch mit ihren sozialen Diensten in der Flüchtlingshilfe vor Ort in den Kommunen aktiv werden, die um Unterstützung nachsuchten, um vor Ort auch die ehrenamtlich Engagierten zu entlasten. Im Fall seiner Wahl zum Landrat, so Thorsten Stolz abschließend, werde der Main-Kinzig-Kreis dieses Engagement in der Flüchtlingshilfe weiterhin mit allen Kräften unterstützen: „Die Integration bleibt für uns alle eine der größten Aufgaben“.

„Was der FC Hochstadt hier geleistet hat, ist einmalig und verdient allerhöchsten Respekt“

Thorsten Stolz besichtigt Waldsportplatz im Maintaler Stadtteil und zeigt sich beeindruckt von Modernisierung der vergangenen Jahre – Fußballclub mit 280 aktiven Kindern und Jugendlichen baut in Eigenregie hochmodernen Kunstrasenplatz mit LED-Fluchtlichtanlage

Beeindruckt vom großen Engagement, mit dem der 1. FC Hochstadt in den vergangenen Jahren seine Anlage am Waldsportplatz auf Vordermann gebracht und um einen hochmodernen Kunstrasenplatz und ein neues Clubhaus erweitert hat, zeigte sich Thorsten Stolz, als er gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern um den Ersten Vorsitzenden Manfred Maier das Areal besichtigte. „Was der Fußballclub Hochstadt hier geleistet hat, ist einmalig und verdient allerhöchstens Respekt“, staunte der Landratskandidat nach dem Rundgang über den Kunstrasenplatz und durch Vereinsheim, Wirtschaftsgebäude und Umkleidekabinen. Mit dabei auch Altlandrat Karl Eyerkaufer, der in Hochstadt wohnt und dem Fußballclub als Ehrenvorsitzender eng verbunden ist.

Die Modernisierungsarbeiten starteten im Jahr 2013 und verlangten den Mitgliedern viel Eigeninitiative ab. Zunächst standen die umfangreiche Sanierung des Versorgungs- und WC-Gebäudes an, dann folgte der Bau des neuen Clubheims direkt daneben. 2016 konnte nach dreimonatiger Planungs- und Bauzeit auch der neue hochmoderne Kunstrasenplatz samt zeitgemäßer LED-Flutlichtanlage eingeweiht werden, auf die der FC Hochstadt besonders stolz ist. Finanziert wurde der Kunstrasenplatz mit 500.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes Hessen. Dieses Geld stellte die Stadt Maintal dem Verein zur Verfügung, der die Maßnahme eigenverantwortlich realisierte. 20 Mitglieder arbeiteten quasi Tag und Nacht: „Zu Hochzeiten haben wir hier monatelang quasi auf dem Sportplatz gewohnt“, berichtete Maier von dem Mammutprojekt.

Wie wichtig der neue Kunstrasenplatz für den FC Hochtstadt ist, verdeutliche Manfred Maier dem Landratskandidaten anhand von Zahlen: Von den 466 Mitgliedern des Fußballclubs sind 280 Kinder und Jugendliche vom Bambini-Alter bis zur B-Jugend, denen der Rasenplatz am Waldsportplatz bis zum Bau des Kunstrasenplatzes als einzige Trainings- und Spielstätte zur Verfügung stand. „Entsprechend schlecht war der Zustand des Rasens“, berichtete der Vorsitzende und freute sich, dass der neue Platz nun eine erhebliche Entlastung für den alten Sportplatz bringt. Das komme dem Verein letztendlich auch bei seinen Fußballcamps und Turnieren zu Gute, die er regelmäßig in den Sommermonaten für Jungen- und Mädchenmannschaften anbietet.

Beeindruckt zeigte sich Thorsten Stolz auch vom Vorstandsteam des FC Hochstadt, das sich in den letzten Jahren stark verjüngt hat. „Ich finde es besonders Klasse, dass zahlreiche Eltern über ihre Kinder den Weg zum Fußballclub und in den Vorstand gefunden haben“, lobte der Landratskandidat und betonte: „Wir brauchen aktive Vereine, die anpacken. Denn das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen“. Er berichtete von seiner zehnjährigen Erfahrung als Bürgermeister der Kreisstadt Gelnhausen mit alleine 9.000 eingetragenen Mitgliedern in 36 Sportvereinen. „Ich weiß, was sie leisten, kenne die Anliegen, Bedürfnisse und Belange der Sportvereine intensiv und weiß um die Bedeutung ihrer ehrenamtlichen Arbeit“, konstatierte Thorsten Stolz. Im Fall seiner Wahl zum Landrat bleibe der Main-Kinzig-Kreis deshalb auch künftig ein verlässlicher Partner der rund 3.000 Vereine, Verbände und Organisationen zwischen Maintal und Sinntal. „Dafür werde ich mich intensiv einsetzen, denn das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen gehört zu den tragenden Säulen des Gemeinwesens in unseren 29 Städten und Gemeinden“, so der Landratskandidat.

Abschließend betonte Thorsten Stolz, der FC Hochstadt sei ein positives Beispiel für das, was mehr als 200.000 Menschen im Main-Kinzig-Kreis ehrenamtlich in sport- und kulturtreibenden Vereinen und Verbänden, in sozialen und karitativen Organisationen, in den Freiwilligen Feuerwehren und in den Rettungsdiensten leisteten: „Das ist unbezahlbar, wäre vom Staat in dieser Form niemals zu leisten und bildet das pulsierende Herz unserer Gesellschaft“.

„Ansprechbare Polizeibeamte im öffentlichen Raum sind noch immer die beste Prävention“

SPD-Landratskandidat Thorsten Stolz sieht sich durch jüngste Kriminalstatistik in seiner Grundforderung nach einer deutlichen personellen Aufstockung der Polizeistationen im gesamten Main-Kinzig-Kreis bestätigt – Kritik an „schwammigen Antworten“ aus dem Hessischen Innenministerium

SPD-Landratskandidat Thorsten Stolz begrüßt den Rückgang der Straftaten im Main-Kinzig-Kreis um 1,5 Prozent und den Anstieg der Aufklärungsquote auf über 60 Prozent: „Die Zahlen, die Polizeipräsident Roland Ullmann jetzt mit der Kriminalstatistik präsentiert hat, zeigen, dass unser Main-Kinzig-Kreis ein weitgehend sicherer Landkreis ist“. Allerdings bestätige der Anstieg der Körperverletzungsdelikte um 14,3 Prozent in Hanau und um sogar 24,5 Prozent im gesamten Main-Kinzig-Kreis die Grundforderung von Thorsten Stolz nach einer deutlichen personellen Aufstockung der Polizeistationen und Polizeiposten im gesamten Landkreis. „Hier besteht ganz dringend konkreter Handlungsbedarf, das zeigen die Zahlen eindeutig“, bekräftigt der SPD-Landratskandidat.

Hintergrund: Thorsten Stolz befasst sich seit Monaten mit der schlechten personellen Ausstattung der heimischen Polizei und setzt sich unter anderem gemeinsam mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für eine deutliche Verbesserung der Situation ein. Mit Blick auf die vom Land Hessen angekündigte Einstellungsoffensive, laut der landesweit bis zum Jahr 2020 rund 1.150 zusätzliche Polizisten ihren Dienst antreten sollen, fordern sie, dass der Main-Kinzig-Kreis von dieser personellen Aufstockung deutlich profitieren muss. Für den Landratskandidaten steht fest: „Polizei, die sichtbar im öffentlichen Raum unterwegs und für den Bürger greifbar und ansprechbar ist, ist noch immer die beste Prävention und stärkt das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger, das in den vergangenen Jahren durch den Stellenabbau bei der hessischen Polizei sehr gelitten hat“.

Als langjähriger Bürgermeister der Kreisstadt Gelnhausen weiß Thorsten Stolz, dass die Innere Sicherheit und somit die Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum die Menschen stark beschäftigt. Das gelte für den gesamten Main-Kinzig-Kreis, in dem sich immer mehr Kommunalpolitiker vor Ort auf Drängen ihrer Bürgerinnen und Bürger für eine personelle Aufstockung der Polizeidienststellen in ihren Kommunen einsetzen. Der Landratskandidat erinnert in diesem Zusammenhang an die Initiative des Schlüchterner Bürgermeisters Matthias Möller zur Verbesserung der personellen Situation der Polizeistation im Bergwinkel, die Beschlussfassung der Langenselbolder Stadtverordneten zur Einstellungsoffensive der hessischen Polizei, die Forderung der Stadt Wächtersbach nach dem Ausbau des dortigen Polizeipostens hin zu einer Polizeistation, die Einführung der Videoüberwachung in Hanau und die Beschlussfassung des Kreistages zur grundsätzlichen Verbesserung der Polizeibesetzung im Main-Kinzig-Kreis. „Alle diese Beispiele aus den vergangenen Wochen und Monaten sind immer wieder Anlass für mich, die Landesregierung auch immer wieder an unsere Erwartung zu erinnern, dass der Main-Kinzig-Kreis aufgrund seiner Größe und seiner enormen Einwohnerzahl deutlich von der angekündigten Einstellungsoffensive profitieren muss“, betont Thorsten Stolz. Dafür sollten sich alle heimischen Landtagsabgeordneten parteiübergreifend in Wiesbaden einsetzen.

Thorsten Stolz erwarte von der hessischen Landesregierung, dass die Polizei an der Basis vor Ort gestärkt werde und nicht nur Staatsschutz und Sonderreferate ausgebaut würden. „Vor Ort tragen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte die Verantwortung und arbeiten Tag für Tag bis an ihre Belastungsgrenze. Genau deshalb muss mehr Personal in die Fläche“, so Thorsten Stolz weiter.

Als „dicken Hund“ bezeichnet er in diesem Zusammenhang die Antwort von Hessens Innenminister Peter Beuth, vor wenigen Tagen eine kleine Anfrage der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz und Christoph Degen zu den Auswirkungen der Einstellungsoffensive bei der Hessischen Polizei völlig schwammig beantwortet hatte. „Herr Beuth hat trotz Nachfragen keinerlei Angaben gemacht, wieviele Polizisten im Rahmen der Einstellungsoffensive tatsächlich in die Polizeistationen und Polizeiposten zwischen Maintal und dem Altkreis Schlüchtern kommen. Das ist unfassbar, da werden die Bürgerinnen und Bürger veräppelt“, kritisiert Thorsten Stolz scharf. Die Menschen erwarteten eine verlässliche Personalplanung von Wiesbaden. Deshalb sei es absolut unverständlich, dass Beuth die Anzahl der Beamtinnen und Beamten nicht nennen könne, die ab 2020 zusätzlich im Main-Kinzig-Kreis Dienst tun würden. „Wenn wir als Bürgermeister mehr Personal für die Kinderbetreuung einstellen würden und dann nicht sagen könnten, in welchen Einrichtungen sie arbeiten, dann würden uns die Bürgerinnen und Bürger zurecht für unsere Planlosigkeit kritisieren“, bringt der Landratskandidat abschließend sein Unverständnis darüber auf den Punkt.

Knappschafts-Klinik macht sich mit Millioneninvestition fit für die Zukunft

Thorsten Stolz trifft sich mit Geschäftsführer Günter Kassner, Chefarzt Dr. Jean Chalkias und Bürgermeister Lothar Büttner in Reha-Einrichtung mit Schwerpunkt Orthopädie, die seit 50 Jahren besteht – Umbau bringt Haus auf den neuesten Stand und beginnt im Mai 2017

Die Knappschafts-Klinik in Bad Soden-Salmünster investiert in den nächsten beiden Jahren einen Millionenbetrag, um die Reha-Einrichtung mit aktuell 150 Betten fit für die Zukunft zu machen. „Am Ende stehen moderne Patienten-Wohnbereiche und ein zeitgemäßer Pflegestützpunkt, in dem unser medizinisches Team eng verzahnt zusammenarbeitet. Wir bringen die Klinik auf den neuesten Stand“, kündigte Geschäftsführer Günter Kassner dieser Tage beim Besuch von Thorsten Stolz an. Der SPD-Landratskandidat besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Büttner die Klinik und zeigte sich beeindruckt von dem Haus, das die Knappschaft-Bahn-See seit 50 Jahren mit dem Schwerpunkt Orthopädie und Innere Medizinin der Spessart-Kurstadt betreibt. An dem Gespräch nahm auch Chefarzt Dr. Jean Chalkias teil.

Derzeit verfügt die Knappschafts-Klinik in Bad Soden-Salmünster über 150 Betten. Von den 84,5 Vollzeitstellen zählen 43 zum medizinischen Bereich, darunter acht Mediziner, elf Krankenschwestern und 18 Physiotherapeuten. „Im Zuge des anstehenden Umbaus wird sich die Bettenzahl auf 161 erhöhen“, kündigte der Geschäftsführer bei dem intensiven Gedankenaustausch mit Thorsten Stolz an, der sich um die Infrastruktur im Bergwinkel, die Entwicklung des Kurstandortes und seine Zukunftsperspektiven drehte. Dr. Jean Chalkias und Günter Kassner berichteten von den zunehmenden Schwierigkeiten, Fachmediziner dazu zu bewegen, im ländlichen Bereich eine Stelle anzutreten. „Fachkräfte lockt man heute nicht mehr mit Geld, da spielt die Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Heute ist es wichtig, dass sich in der Nähe ein gut erreichbares und adäquates Schul- und Ausbildungsangebot für den Nachwuchs befindet“, berichtete der Klinikgeschäftsführer.

Thorsten Stolz nahm diese Feststellung von Günter Kassner auf und berichtete von konkreten Maßnahmen, wie der Main-Kinzig-Kreis mit ihm als Landrat gezielt für den Wohnstandort Main-Kinzig werben, die Infrastruktur weiter stärken und den Zuzug in den ländlichen Raum finanziell fördern wolle. „Ein Schwerpunkt der Kreisentwicklung soll künftig auf dem intensiven Werben für den Wohnstandort liegen, besonders auch im ländlichen Raum, denn durch das Halten von jungen Menschen in der Region und durch Zuzug können wir dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken“, umriss der Landratskandidat den Hintergrund des „Förderprogramms Ländlicher Raum“, das der Kreis unter seiner Führung ab 2018 auflegen wird. Mit dem Programm unterstützt der Landkreis solche Vorhaben finanziell, bei denen Privatleute oder die Kommunen selbst leerstehende Immobilien und brachliegende innerörtliche Flächen reaktivieren. „Ich möchte Engagement in Ortskernen fördern, nicht im Neubaugebiet. Dabei machen wir keinen Unterschied, ob sich Privatleute oder Kommunen einer Bestandsimmobilie annehmen möchten“, erläuterte Thorsten Stolz. Im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen soll eine zentrale Bauberatung eingerichtet werden, die allen Interessenten zur Seite steht, die sich für eine aus dem kreiseigenen Fördertopf bezuschusste Immobilien – oder Grundstücksübernahme im ländlichen Raum interessieren. „Ich bin überzeugt davon, dass das Förderprogramm junge Menschen in der Region hält, den Zuzug fördert und auch dem Fachkräftemangel aktiv entgegen wirkt“, betonte der Landratskandidat. Und weil zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort auch eine gute Verkehrsinfrastruktur gehört, werde er sich vehement für die dringend benötigte Nordmainische S-Bahn, den zügigen Beginn des A3-Ausbaus zwischen Offenbach und Hanau sowie das vierte Gleis bis Gelnhausen einsetzen. „Davon profitieren auch die vielen Pendler im Bergwinkel“, so Thorsten Stolz.

Dass der Main-Kinzig-Kreis mit Investitionen einiges erreichen kann, betonte Günter Kassner mit Blick auf den Breitbandausbau. „Das war der absolute Hammer“, lobte er die Initiative des amtierenden Landrates Erich Pipa, den ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen. Thorsten Stolz kündigte an, dass er in den nächsten Jahren noch vorhandene Lücken im Breitband schließen und die Kapazitäten erweitern werde. Der Landratskandidat betonte: „Manche Ortsteile von Bad Soden-Salmünster wären von der Telekom niemals in den nächsten Jahren ans schnelle Internet angeschlossen worden. Der Breitbandausbau zeigt eindrucksvoll, was unser Landkreis alles für die Infrastruktur in seinen Kommunen leisten kann“.

Großes Lob zollte der Klinikgeschäftsführer auch der Kurstadtspitze um Bürgermeister Lothar Büttner, die in den vergangenen Jahren mutig und aktiv gehandelt habe, um der Krise zu begegnen. „Manchmal muss man investieren, um später sparen zu können“, sagte er mit Blick auf die vielen Maßnahmen im Gesundheitsbereich, die Bad Soden-Salmünser nachhaltig gestärkt haben. „Die Stadt hat sich verdammt gut entwickelt“, stimmte Thorsten Stolz zu und begrüßte die Investitionen der Knappschafts-Klinik am Standort. „Die Reha-Kliniken in den Kurstädten unseres Kreises sind ein genauso großer Arbeitsgeber und Wirtschaftsfaktor wie unsere kreiseigenen Main-Kinzig-Kliniken mit ihren rund 2.100 Mitarbeiterin an den Standorten Gelnhausen und Schlüchtern“, konstatierte der Landratskandidat abschließend.

Kinderinitiative Bad Orb wirbt bei Thorsten Stolz um Unterstützung für Familienzentrum

Geschäftsführer Gerald Flinner bei Besuch von SPD-Landratskandidat Thorsten Stolz: Stoßen aufgrund geringer Mittel an die Grenzen unseres Engagements

Seit seiner Gründung vor fünf Jahren ist das Familienzentrum in der Kinderinitiative Bad Orb zu einem lebendigen Ort des Austauschs, der Beratung und der Begegnung geworden. Allerdings stoße man aufgrund geringer Mittel an die Grenzen des Engagements. Das berichtete Geschäftsführer Gerald Flinner beim Besuch von Thorsten Stolz in der ehemaligen Güterabfertigung des kurstädtischen Bahnhofs, dem aktuellen Domizil des Vereins. Der SPD-Landratskandidat informierte sich in Begleitung von Bürgermeister Roland Weiß über die Kinderinitiative, die als gemeinnütziger Verein und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe fest in Bad Orb verankert ist.

„In 2016 haben wir mit 117 Kindern und Jugendlichen aus Bad Orb gearbeitet“, berichtete Gerald Flinner, der an die Wurzeln der Kinderinitiative in der 68er-Bewegung und ihre Gründung im Jahr 1973 erinnerte. „Ursprungsgedanke damals war, die Chancen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu verbessern, soziales Handeln einzuüben und Solidarität untereinander zu fördern“, erläutere er. Eine Hausaufgabenhilfe und ein Spielplatz zählten zu den ersten pädagogischen Mitteln, um Lernen und Spielen miteinander zu verknüpfen. „Jedes Kind, das Hilfe braucht, soll auch Hilfe erhalten“, lautet seitdem die bis heute gültige Devise des Vereins, dessen Angebote für Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren allesamt kostenlos sind.

Hausaufgabenbetreuung, Kreatives Gestalten im Holzwerkraum oder der Tonwerkstatt, gemeinsames Kochen, Lesestunden und ein spezieller Mädchentreff gehören zu den Angeboten der Kinderinitiative. Vier Fachkräfte und vier Honorarkräfte zeichnen unter der Leitung von Gerald Flinner für das pädagogische Angebot verantwortlich. „Der Bedarf ist ungebrochen hoch“, berichtete der Geschäftsführer und nannte als einen Grund den mit 20 Prozent überdurchschnittlich hohen Anteil alleinerziehender Elternteile in Bad Orb. Zudem stammten viele Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, die in der Kurstadt eine neue Heimat gefunden haben. Gerald Flinner betonte: „Gerade junge Menschen in sozial schwierigen Lagen brauchen Hilfe. Ihnen einen Ort zu geben, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu fördern, sie auf ihrem schulischen und beruflichen Weg zu begleiten und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen zu stärken gehört zu unseren ersten Zielen“.

Vor fünf Jahren gründete die Kinderinitiative das Familienzentrum Bad Orb, das die gesamte Familie in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit gerückt hat und Angebote wie beispielsweise „Yoga ab 50“, PC-Kurse für Senioren, Deutsch-Sprachkurse für Flüchtlinge, ein regelmäßiges Familiencafé und eine Familiensprechstunde anbietet. „Aufgrund unserer Vernetzung zu zahlreichen Akteuren in der Region können wir Betroffene dann auch an die Schuldnerberatung, die Suchtberatung oder andere Hilfseinrichtungen weiter vermitteln“, umriss Gerald Flinner das breite Hilfsangebot für alle Generationen. Von großer Bedeutung sei zudem die direkte Kooperation mit Vereinen und anderen Organisationen direkt vor Ort.

Bei Thorsten Stolz warb der Geschäftsführer darum, solche Familienzentren angesichts der sich wandelnden gesellschaftlichen Strukturen auch an anderen Standorten im Main-Kinzig-Kreis zu initiieren. „Ich bin überzeugt davon, dass es künftig noch viel mehr Einrichtungen wie Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren geben wird, die Angebote für alle, also vom Kind bis zur Seniorin, bündeln und vernetzen“. Hierfür müsse man auch in Bad Orb mehr Mittel bereitstellen, wo man über eine räumliche Konzentration von Angeboten des Familienzentrums, eines Mehrgenerationenhauses und eines Jugendzentrums nachdenke. Angesichts des gesellschaftlichen Wandels sei das nicht mehr nur Aufgabe der Kommunen, sondern auch der Landkreise, sagte Gerald Flinner und betonte: „Ich wünsche mir vom Main-Kinzig-Kreis, dass er Angebote wie Familienzentren neu beurteilt und künftig auch mitfinanziert“.

Der Landratskandidat zeigte sich offen für Co-Finanzierungen und Investitionszuschüsse seitens des Kreises: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich der Main-Kinzig-Kreis an Projekten beteiligt, die auch vom Land Hessen gefördert werden. So können wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen“. Beispielhaft nannte er die Integration der rund 8.000 Flüchtlinge, die derzeit zwischen Maintal und dem Altkreis Schlüchtern leben. „Sie bis in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren wird eine riesige Herausforderungen. Da braucht es Initiativen wie das Familienzentrum in Bad Orb und insgesamt ein Mehr an Sozialarbeit“, sagte Thorsten Stolz abschließend.

Thorsten Stolz für Erweiterung der Schulkinderbetreuung in Brachttal

Landratskandidat will sich in seiner Funktion als Kreistagsabgeordneter gemeinsam mit örtlicher Parlamentarierin Gülistan Demir für kurzfristigen Zuschuss zum Kauf eines weiteren Raummoduls einsetzen – Eltern von 17 Kindern warten auf zeitnahe Zusage

In seiner Funktion als SPD-Kreistagsabgeordneter wird sich Thorsten Stolz gemeinsam mit der örtlichen SPD-Kreistagsabgeordneten Gülistan Demir dafür stark machen, dass der Förderverein der Grundschule Brachttal kurzfristig einen anteiligen Zuschuss des Main-Kinzig-Kreises für die dringend benötigte Anschaffung eines zweiten Raummoduls erhält. Das sagte der Landratskandidat im Anschluss an eine Ortsbesichtigung in Neuenschmidten zu, wo der Verein in direkter Nachbarschaft zur Grundschule aktuell von 7 bis 16.30 Uhr rund 60 Kinder betreut. „Wir haben eine Warteliste von 17 Mädchen und Jungen, die wir sofort aufnehmen könnten, wenn wir ein zweites Raummodul kaufen könnten, das uns etwa 24.000 Euro kostet“, berichtete der Vorsitzende Christopher Soine. Je ein Drittel davon sollten der Kreis als Schulträger sowie die Kommunen Wächtersbach und Brachttal übernehmen, aus denen die betreuten Kinder stammen. Die Stadt Wächtersbach habe bereits eine anteilige Kostenbeteiligung signalisiert.

„Wir setzen uns als Kreistagsabgeordnete für eine Mitfinanzierung der Modullösung ein“, bekräftigte Thorsten Stolz nach der Ortsbesichtigung seine Absicht, dem Förderverein der Grundschule Brachttal kurzfristig zu helfen. Der Landratskandidat zeigte sich begeistert vom Engagement des Vereins, der mit zehn Betreuerinnen 60 Grundschulkinder betreut. Die Inhalte reichen dabei vom Mittagessen über die Hausaufgabenhilfe bis hin zu Sport-, Musik- und Kreativangeboten. „Wenn man vor Ort solche kleinen individuellen Lösungen hat, die so hervorragend funktionieren, dann muss man nicht mit vielen hunderttausenden Euro in den Schulbestand eingreifen“, lobte er das Engagement des Fördervereins als einen wichtigen Baustein in der Schulkinderbetreuung eines Landkreises.

Für Thorsten Stolz ist der Ausbau der Schulkinderbetreuung im Main-Kinzig-Kreis, insbesondere an Grundschulen, eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf nicht nach dem Besuch von Krippe und Kindergarten enden“, betonte er. Deshalb werde der Main-Kinzig-Kreis mit ihm als Landrat künftig alle Schulgemeinden noch stärker unterstützen, die die Schulkinderbetreuung ausbauen wollen und sich auf den Weg hin zur Ganztagsschule begeben. Einher gehe diese weitere Stärkung des familienfreundlichen Bildungsstandortes Main-Kinzig mit umfangreichen Investitionen, um Bausubstanz und Raumbedarf an den Schulen weiter zu verbessern und den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Funktionierende Betreuungsformen wie die in Brachttal seien wertvolle Bausteine in der Schulkinderbetreuung und sollten beibehalten und unterstützt werden.

Der Förderverein Grundschule Brachttal besteht seit dem Jahr 1992. Im Jahr 2001 bezog die Schulkinderbetreuung die ehemalige Post in Neuenschmidten. Heute besuchen rund 60 Mädchen und Jungen aus Brachttal und Wächtersbach vor und nach den regulären Unterrichtszeiten das Angebot des Fördervereins. Ein zentraler Bestandteil der Betreuung ist die Hausaufgabenhilfe, für die die Eltern sehr dankbar sind, wie Vorstandsmitglied Silke Gleiß berichtete. Ein Grund dafür sei die enge Abstimmung mit der benachbarten Grundschule. „Wir arbeiten sehr gut miteinander zusammen. Unsere Betreuerinnen haben beispielsweise in Abstimmung mit der Schule einen Lehrgang zur Hausaufgabenhilfe absolviert“, umriss Christopher Soine die Kooperation. Er betonte abschließend, dass die angestrebte Modullösung Platz für zusätzlich 25 Kinder bietet. 17 Plätze davon könnten aufgrund der Warteliste binnen kürzester Zeit vergeben werden. „Einige Elternteile warten bereits angespannt auf eine Zusage, da ihre berufliche Tätigkeit davon abhängig ist“, so der Vorsitzende

„Die Bahn muss entlang der neuen Schnellbahntrasse massiven Lärmschutz einplanen“

Gesprächsabend mit Thorsten Stolz im „Bürgertreff“ Kassel – SPD-Landratskandidat: Main-Kinzig-Kreis muss sich als Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger in Debatte über Varianten einbringen

Als Sprachrohr der betroffenen Bürgerinnen und Bürger soll sich der Main-Kinzig-Kreis in die Diskussion um eine der Varianten für den Aus- und Neubau der Schnellbahntrasse Gelnhausen-Fulda/Würzburg einbringen, denn der Schutz der Bewohner in den Anliegerkommunen genießt oberste Priorität. „Der Mensch steht im Mittelpunkt, Geld darf keine Rolle spielen. Deshalb muss die Deutsche Bahn entlang der neuen Bahnstrecke massive Lärmschutzmaßnahmen vorsehen“, betonte Thorsten Stolz jetzt bei einem Gesprächsabend, zu dem die SPD Biebergemünd in den „Bürgertreff“ Kassel eingeladen hatte. Zahlreiche Biebergemünder nutzten diese Möglichkeit, um mit dem SPD-Landratskandidaten ins Gespräch zu kommen und über sein Arbeitsprogramm zur Wahl am 5. März zu diskutieren. Und sie stimmten Thorsten Stolz zu: „Die neue Schnellbahntrasse ist grundsätzlich wichtig für unsere Region“.

Nach der Begrüßung durch die Ortsvereinsvorsitzende Martina Glaab umriss Thorsten Stolz die heutige Ausgangssituation: Als einer der drei stärksten Wirtschaftsstandorte in Hessen mit einem Bruttoinlandsprodukt von 12,4 Milliarden Euro, der Rekordzahl von 128.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote steht der Main-Kinzig-Kreis so gut da wie noch nie. Er werde an diese positive Entwicklung, die die Landräte Karl Eyerkaufer und Erich Pipa maßgeblich gestaltet haben, anknüpfen, damit Hessens einwohnerstärkster Landkreis auch weiterhin vorne bleibt. Weil zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort auch eine gute Verkehrsinfrastruktur gehört, werde er sich im Fall seiner Wahl zum Landrat vehement für die dringend benötigte Nordmainische S-Bahn, den zügigen Beginn des A3-Ausbaus zwischen Offenbach und Hanau sowie das vierte Gleis bis Gelnhausen einsetzen. „Davon profitieren auch die vielen Pendler in Biebergemünd“, betonte Thorsten Stolz.

Der Main-Kinzig-Kreis sei eine spannende Region mit unterschiedlich geprägten Teilen, die vielfältige Herausforderungen mit sich bringen. So wachse der ohnehin schon starke Westkreis kontinuierlich weiter, während die Einwohnerzahl im ländlichen Raum in manchen Orten bereits heute um 20 Prozent gesunken sei. Um dem zu begegnen, will Thorsten Stolz bereits ab dem Jahr 2018 ein „Förderprogramm Ländlicher Raum“ auflegen. Dieses quasi kreiseigene Dorferneuerungsprogramm soll Anreize schaffen, in ländlich strukturierten Kommunen Bestandsimmobilien und Grundstücke zu reaktivieren, die derzeit leer stehen oder brach liegen. „So halten wir junge Familien in der Region, fördern den Zuzug und wirken somit aktiv dem demographischen Wandel entgegen“, zeigte er sich überzeugt. Im von erheblichem Zuzug und explodierenden Mieten gekennzeichneten Westkreis werde der Main-Kinzig-Kreis mit ihm als Landrat die Förderung von bezahlbarem Wohnraum für kleinere und mittlere Einkommen verstärken.

Am Beispiel des Biebergemünder Unternehmens „Engelbert Strauss“ verdeutlichte Thorsten Stolz, wie wichtig eine enge Verzahnung von Kreis-Wirtschaftsförderung und heimischer Wirtschaft sei: „Bei der Suche nach einem zweiten Standort ist es auch mit Hilfe des Main-Kinzig-Kreises gelungen, dass Engelbert Strauss nach Schlüchtern expandiert und somit hier in unserem Landkreis weitere Arbeitsplätze schafft“, berichtete der SPD-Kandidat. Mit ihm als Landrat bleibe die Wirtschaftsförderung auch weiterhin Chefsache, kündigte er an: „Wir werden künftig mit der IHK alle zwei Jahre eine gemeinsame Befragung unter den zwischen Maintal und Sinntal ansässigen Unternehmen initiieren, um deren Expansionswünsche rechtzeitig zu erfahren und entsprechend zielgerichtet die Weichen stellen zu können“. So sollten mit einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung diejenigen Unternehmen im Kreisgebiet gehalten werden, die in den nächsten nächsten Jahren expandieren wollen. „Dafür müssen wir so früh wie möglich von deren Expansionsplänen erfahren, um entsprechend planen zu können“, erläuterte Thorsten Stolz. Dass in einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises die Gewerbeflächen bereits knapp werden, unterstreiche die Notwendigkeit, Expansionswünsche von Firmen im Kreisgebiet zeitnah mit den noch vorhandenen Gewerbeflächen in Verbindung zu bringen.

Abschließend bekräftigte Thorsten Stolz, dass er sich auch als Landrat weiterhin für eine deutliche personelle Aufstockung der Polizeistationen und Polizeiposten im gesamten Main-Kinzig-Kreis einsetzen wird. Er berichtete von der Station in Gelnhausen, die auch für Biebergemünd zuständig sei: „Da sitzt pro Schicht aktuell ein Beamter in der Wache und lediglich zwei Streifen mit jeweils zwei Beamten sind für den gesamten Altkreis Gelnhausen unterwegs. Das ist eine ganz schlechte Situation“. Deshalb nehme er Wiesbaden in die Pflicht und fordere, dass der Main-Kinzig-Kreis deutlich von der Einstellungsoffensive bei der hessischen Polizei profitiert, laut der bis zum Jahr 2020 rund 1.150 zusätzliche Beamte landesweit ihren Dienst antreten sollen.

Das komplette Arbeitsprogramm von Thorsten Stolz zur Landratswahl am 5. März können Interessierte auf der Internetseite www.thorsten-stolz.de herunterladen.

„Museum in der Steingutfabrik wäre erhebliche Aufwertung der Kulturlandschaft im Vogelsberg“

Landratskandidat Thorsten Stolz besucht den „Lindenhof“ von Klaus-Dietrich und Marlies Keßler in Brachttal-Streitberg und informiert sich über das Projekt „Industriekultur Steingut – 250 Jahre Industrialisierung zwischen Vogelsberg und Spessart“

Seit den 70er Jahren sammelt Klaus-Dietrich Keßler „Waechtersbacher Keramik“. „Steingut war das Porzellan des kleines Mannes, das mit einfachen Stoffen wie Ton und Sand hergestellt wurde“, berichtet er von der Faszination, die die bunten Keramikgefäße auf ihn ausüben. Tausende Teller, Tassen, Aufbewahrungsdosen, Vasen und andere Behältnisse, die ab 1834 in Brachttal- Schlierbach produziert worden sind, nennt er heute sein Eigen. Gemeinsam mit Ehefrau Marlies hat Keßler im Jahr 2003 das Keramik-Museum „Lindenhof“ in Brachttal-Streitberg eröffnet, das die Erzeugnisse der „Waechtersbacher Keramik“ liebevoll präsentiert und seinen Besuchern die Historie der in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mit rund 700 Mitarbeitern größten industriellen Produktionsstätte zwischen Hanau und Fulda näher bringt. Landratskandidat Thorsten Stolz zeigt sich beim Museumsbesuch beeindruckt von der Ausstellung, von den vielen Geschichten und Anekdoten rund um die „Keramik“ und von dem großen Engagement, mit dem die Keßlers die Erinnerung an den Traditionsbetrieb pflegen, der im Jahr 2011 seine Produktion eingestellt hat.

Im Jahr 1993 sind sie nach Streitberg in den alten „Lohrei-Hof“ gezogen, ein über 200 Jahre altes Bauerngehöft, das auf mittelalterlichen Fundamenten errichtet wurde, erzählen die Museumsmacher. Mit viel Sorgfalt, Detailverliebtheit und dem richtigen Blick für das, was es zu Erhalten gilt, renovierten sie den Hof und eröffneten ein knappes Jahrzehnt später in der zum Anwesen gehörenden alten Fachwerkscheune das Keramik-Museum. Die Dauerausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Produktion der Wächtersbacher Steingutfabrik von den Anfängen bis zum Beginn der 50er Jahre. In einem separaten Küchenhaus präsentieren Keßlers zudem eine Original-Küche, die um das Jahr 1900 in der Möbelfabrik Eisenhammer hergestellt wurde. Außerdem baute Klaus-Dietrich Keßler ein Silo um, in dem buntes Wächtersbacher Steingut aus der Zeit von 1920 bis 1950 zu sehen ist.

Landratskandidat Thorsten Stolz interessiert sich bei seinem Besuch im „Lindenhof“ besonders für den Stand des Projekts „Industriekultur Steingut – 250 Jahre Industrialisierung zwischen Vogelsberg und Spessart“. Mit Unterstützung der Kommunen Birstein und Wächtersbach, des Main-Kinzig-Kreises, der „KulturRegion Frankfurt-RheinMain“ und „Spessart regional“ soll die große Identifikation der Bevölkerung mit der alten Fabrik in Schlierbach bewahrt, dokumentiert, präsentiert und zur Stärkung des Tourismus genutzt werden. Weil Teile des alten Fabrikkomplexes der „Waechtersbacher Keramik“ leerstehen und sich Keßlers sowie ein weiterer Sammler bereit erklärten, ihre Sammlungen in eine öffentliche Stiftung zu überführen, entstand die Idee, direkt an der ehemaligen Produktionsstätte in Schlierbach ein Museum zu schaffen. „Der aktuelle Besitzer bietet die Gebäude zum Verkauf an, da gab es bereits Gespräche“, berichtet Klaus-Dietrich Keßler. Da einige Teile vom Verfall bedroht seien, bestehe Handlungsbedarf. Um diesen Prozess zu steuern, gründete sich der Verein „Industriekultur Steingut e.V.“ und arbeitet darauf hin, möglichst rasch eine Stiftung ins Leben zu rufen, die den historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und architektonischen Komplex „Waechtersbacher Keramik“ und seine materiellen und immateriellen Strukturen in einer frühindustriellen Kulturlandschaft sichert sowie seine beispielhafte Bedeutung dokumentiert. „Mit einem Museum zur Industriekultur, mit Veranstaltungen und einem gesamträumlichen Konzept soll die Bedeutung der Region erzählt werden“, bringt es der Brachttaler Sammler auf den Punkt.

Thorsten Stolz zeigt sich begeistert von dem Vorhaben: „Damit könnte man ein Schwerpunktthema für die gesamte Region setzen. Ein neues Museum in der alten Steingutfabrik bedeutet eine erhebliche Aufwertung der Kulturlandschaft im Vogelsberg und strahlt weit über den Main-Kinzig-Kreis hinaus aus“, bezeichnet er das Projekt als absolut unterstützenswert. Wichtig dabei sei, dass der Impuls direkt aus der Gemeinde Brachttal komme und die Entwicklung von vielen Bürgerinnen und Bürger mitgetragen wird. „Hier muss die Kommune Leidenschaft entwickeln, müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, betont der Landratskandidat. Nicht zuletzt die große kunsthistorische Bedeutung mancher Produktionslinien aus Schlierbach zeige das Potential der „Industriekultur Steingut“: So realisierte die „Fabrik“ Entwürfe von bedeutenden Künstlern wie Joseph Maria Olbrich, Ferdinand Luthmer, Max Roesler, Ettore Sottsas, Michael Graves und die unlängst verstorbene Star-Architektin Zaha Hadid, die heute in internationalen Sammlungen wie dem „MOMA“ in New York, der Sammlung Bröhan in Berlin oder im Museum Künstlerkolonie auf der Darmstädter Mathildenhöhe zu sehen sind.

Das Keramik-Museum von Klaus-Dietrich und Marlies Keßler öffnet an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Gruppenführungen könnten Interessierte telefonisch unter 06054/6714 buchen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.lindenhof-museum.de. Informationen zum Verein „Industriekultur Steingut“ gibt es unter www.industriekultur-steingut.org.

Thorsten Stolz am Donnerstag, 23. Februar, mit Infostand am EDEKA-Markt in Meerholz

Die SPD-Ortsvereine Gelnhausen und Hasselroth veranstalten am Donnerstag, 23. Februar, um 15.00 Uhr einen gemeinsamen Infostand mit Landratskandidat Thorsten Stolz vor dem EDEKA-Markt in Meerholz. Thorsten Stolz wird für das persönliche Gespräch sowie für Fragen und Anregungen rund um die Landratswahl am 5. März zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns auf gute Gespräche und laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, mit Thorsten Stolz über Themen ins Gespräch zu kommen, die den Main-Kinzig-Kreis betreffen“, so die Vorsitzenden der SPD Gelnhausen und der SPD Hasselroth, Kerstin Schüler und Uta Böckel.