14.11.2006  

Wirtschaftsförderung war Thema beim Besuch der Firma Glas Hetterich in Gelnhausen

Die Wirtschaftsförderung und die Gewerbepolitik waren die bestimmenden Gesprächsthemen bei einer Betriebsbesichtigung von SPD-Bürgermeisterkandidat Thorsten Stolz bei der Firma Glas Hetterich in Gelnhausen. Begleitet wurde Thorsten Stolz von Stadtrat Michael Frischkorn und SPD Vorstandsmitglied Walter Nix. Inhaber Gert Hetterich und sein Sohn Arne Hetterich empfingen den Bürgermeisterkandidaten und führten die Delegation durch das Betriebsgelände. Das Gelnhäuser Traditionsunternehmen kann mittlerweile auf eine über 100 jährige Firmengeschichte zurückblicken. Mittlerweile arbeitet die fünfte Generation in dem Familienbetrieb mit.

Arne Hetterich erklärte: „Die Faszination für den Werkstoff Glas ist ungebrochen. Glas und Metallbau spielen in der modernen Architektur eine immer stärkere Rolle.“ Größtes Problem sei aktuell die Beschaffung von Glas. „In Europa gibt es rund 30 Glashütten. Diese können den aktuellen Bedarf und Verbrauch nicht ausreichend decken“, machte Gert Hetterich deutlich. Kritisch bewerteten die beiden auch die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt. Die Firma Glas-Hetterich bildet aktuell einen jungen Mann aus. „Unser Hauptproblem ist, dass wir kaum junge Leute finden, die den Anforderungen gewachsen sind. Die schulischen Voraussetzungen sind mittlerweile so schlecht, dass wir nicht in dem Umfang ausbilden können, wie wir es uns gerne wünschen würden“, so Gert Hetterich weiter. 

Arne und Gert Hetterich betonten im Gespräch mit Thorsten Stolz, dass Kommunalpolitik stärkeres Gewicht auf die Förderung des Mittelstandes und der Gewerbebetriebe legen müsse. „Gerade die mittelständigen Handwerksbetriebe sind die zuverlässigsten Gewerbesteuerzahler und schaffen vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie zu fördern und zusätzliche Betreibe nach Gelnhausen zu holen, muss stärker in den Mittelpunkt der Verantwortlichen im Rathaus gerückt werden“, machten die beiden deutlich.

Thorsten Stolz erklärte am Rande der Betriebsbesichtigung: „Regelmäßige Firmenbesuche bei den heimischen Betrieben, um zu hören wo der Schuh drückt, gehören für mich zur Selbstverständlichkeit. Dies wird ein Baustein sein, mit dem ich Wirtschaftsförderung zur Chefsache im Rathaus machen werde.“ Als Bürgermeister möchte er erster und persönlicher Ansprechpartner für heimische und ansiedlungswillige Unternehmen werden und mithelfen, bürokratische Hindernisse abzubauen.  Thorsten Stolz wird sich auch dafür einsetzen, dass es zu keiner Erhöhung der Gewerbesteuer kommt. Nach wie vor sei die Höhe der Gewerbesteuer ein wichtiger Standortvorteil. „Die Stadt Gelnhausen kann hier mit ihren seit Jahren konstanten Sätzen punkten, das soll auch so bleiben“, so Stolz am Rande der Betriebsbesichtigung.




 

 

 

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